Die Herausforderung
Die Menge ist beeindrucken wenn man die Größenordnungen vergleicht. Im Jahr 2006 produzierte XELLA als einer der größten Baustoffhersteller Europas 8 Mio. Kubikmeter Porenbeton. Das entspricht mehr als einem 10tel der Trümmermasse, die in Berlin nach dem 2. Weltkrieg beseitigt werden musste. Kein Wunder, dass auf fast jeder Baustelle in Deutschland mindestens eine Baustoff-Palette der namhaften XELLA-Marken Ytong, Hebel, Multipor oder Fermacel angeliefert wird. Der Name „Ytong-Stein“ hat sich als Gattungsbegriff für die weißen Quader aus Porenbeton längst genauso etabliert, wie das Tempo-Taschentuch oder die Tesafilm-Rolle.
Die Zahlen aus der deutschen IT-Abteilung sind für ein Unternehmen aus dem Bereich Industrieproduktion ebenfalls beachtlich: an mehr als 20 bundesweit verteilten IT Standorten verrichten über 200 Server ihren Dienst. An die 1200 Clients nutzen über 100 verschiedene Softwareprodukte, die Anzahl der dezentralen Installationen liegt im Bereich von 20.000. Große Verwaltungsstandorte stehen kleinen Standorten wie z.B. Kieswerken mit wenig Personal und geringer IT-Infrastruktur gegenüber. Durch den Zusammenschluss verschiedener Unternehmen mit zentraler terminalbasierter IT Struktur und dezentraler lokaler IT Struktur in der XELLA war die IT Landschaft zu heterogen geworden, um sie effektiv zu verwalten. Diese IT Landschaft sollte im Rahmen eines internationalen Restrukturierungsprojektes zentralisiert und konsolidiert werden. Im Rahmen eines zuvor durchgeführten Bieterwettbewerbes konnte TRAFFIX durch seine technische Kompetenz sowie seine Erfahrungen in der Entwicklung strategischer IT-Konzepte überzeugen und wurde mit der Durchführung des Teilprojektes beauftragt.
Die Lösung
Im Rahmen der Projektplanung wurde gemeinsam mit dem
Kunden zunächst ein Phasenplan zur Strukturierung der Vorgehensweise
entwickelt. Dazu gehörte die Abstimmung und präzise Definition der
Projektziele sowie nachfolgend getrennte Anforderungsanalysen für
Serverzentralisierung und Storage. Im Ergebnis sollte die dezentrale
Server-Infrastruktur in wenigen zentralen Standorten zusammengefasst
werden. Die Storage-Kapazität sollte ebenfalls erhöht werden und ohne
Beeinträchtigung des Produktivbetriebes erweiterbar sein. Hierzu sollten
technische wie administrative Standards erarbeitet werden, die auf
beliebige Standorte und Länder in Form einer Best-Practice-Anleitung
übertragbar sind. Applikationen bzw. Diensten sollten von der Hardware
entkoppelt sein. Die Konzepte sollten neue Techniken berücksichtigen,
aber die eingesetzten Systeme sollten nur abgelöst werden, wenn der
erhöhte Nutzen einer neuen Technik nachgewiesen werden konnte. Die
Nutzung der Server- und Speicherressourcen sollte nach dem
Verursacherprinzip ermittelt werden können. Auf Basis der erarbeiteten
und dokumentierte Anforderungen erfolgte in einer weiteren Projekt-Phase
die Erarbeitung der technischen Konzepte. Hierzu wird die vorgenommene
IST-Aufnahme der Server und Speicher um weitere Informationen ergänzt.
Im Anschluss wurden mögliche Lösungsansätze identifiziert (Markt– &
Produktanalyse, Anbieterauswahl, Konzeption, Alternativszenarien,
Dimensionierung), an den Anforderungen evaluiert sowie im Rahmen einer
Machbarkeitsanalyse abgesichert. Die Technologien der Konzepte wurden
präsentiert und eine Matrix zur Umsetzungs- und Technologieentscheidung
aufgestellt. In einer Testumgebung wurden die Konzepte anhand des
Business Case für die deutsche Infrastruktur umgesetzt. Für die
Einführung der neuen Technologien wurde ein Schulungshandbuch erstellt
und für den Betrieb ein Betriebshandbuch.
Der Nutzen
Im Rahmen der Planung wurden sowohl wichtige strategische
als auch operative Ziele und Visionen gemeinsam mit dem Kunden
entwickelt. Aufgrund der von TRAFFIX erstellten Strategieplanung wurde
die XELLA in der Lage versetzt, eine globale
Infrastruktur-Konsolidierungsstrategie auf Basis abgestimmter Analysen
und nachgewiesenem Kundennutzen umzusetzen. Die getroffenen
Entscheidungen und Lösungsvorschläge basierten auf sorgfältig
erstellten, ausführlichen Projektdokumenten und waren so stets für den
Kunden transparent und nachvollziehbar. Projektrisiken und
Erfolgsfaktoren wurden angemessen dargestellt und so für XELLA
bewertbar. Die TRAFFIX Consultants integrierten das Projekt nicht nur
nahtlos in parallel laufende Projekte wie z.B. die Umstellung der
weltweiten Domänenstruktur, sondern passten ihr Vorgehen zudem
problemlos an die kundeneigene Projektmanagement-Methodik an. Alle
Planungsergebnisse des Projektes wurden dem XELLA Management zur
anschließenden Roll-Out Planung übergeben.
Das Unternehmen
Die XELLA International GmbH (XELLA) ist eines der
führenden Unternehmen im weltweiten Baustoff- und Rohstoffmarkt. Das
Unternehmen ist mit über 7.600 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern aktiv
und erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 1,32 Mrd. Euro. Zum
Unternehmen gehören die Marken SILKA (Kalksandsteine), YTONG
(Porenbeton), HEBEL (Wirtschaftsbau), AESTUVER (Brandschutzplatten),
FERMACELL (Gipsfaser-Platten) und MULTIPOR (Mineraldämmplatten).
www.xella.de